2-Methyl-1,3-propandiol, MPD, wird als Alternative zur Reppe-Technologie und der Acetoxylierung von Butadien hergestellt. Der Rohstoff Propylenoxid wird im ersten Schritt zu Allylalkohol isomerisiert. Durch Hydroformylierung von Allylalkohol erhält man 4- Hydroxybutanal (79 %) und 3-Hydroxy-2-methylpropanal (11 %). Der letzte Schritt umfasst die Hydrierung der n- und iso-Zwischenprodukte zu den entsprechenden Diolen.
2-Methyl-1,3-propandiol (MDP) mit seiner verzweigten und unregelmäßigen Struktur ergibt nichtkristalline Harze. Es wird in Polyestern für lösemittel- und wasserbasierte Beschichtungen verwendet und verleiht ihnen eine niedrigere Viskosität als Neopentylglykol, eine einfache Verarbeitbarkeit, gute Flexibilität, Witterungsbeständigkeit und Zähigkeit. 2-Methyl-1,3-propandiol wird in Farben mit geringem Gehalt an flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) als Zweikomponenten-Polyurethanbeschichtung und Coil-Coating verwendet. Es wird auch in glasfaserverstärkten ungesättigten Polyestern und Gelcoats verwendet. MPD wird zur chemischen Modifikation von Polyethylenterephthalat (PET) verwendet, das bei der Herstellung von Fasern und Filmen verwendet wird. Ein geringer MPD-Gehalt in PET-Fasern verbessert die Farbstoffaufnahme und in Filmen verbessert es Klarheit, Zähigkeit, Dehnung und Schrumpfung. Weichmacher, Elastomere, Klebstoffe, Kosmetika und Körperpflegeprodukte sind weitere Verwendungsmöglichkeiten von MPD.
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Ein paar: Borsäure CAS-Nr. 10043-35-3
Der nächste streifen: SEBS YH-503T Thermoplastischer Kautschuk (SEBS)

